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Barfuss laufen … mehr als ein Trend!

Barfuss laufen ist voll im Trend. Wer sich zum ersten mal aus den eigenen Schuhen begibt, merkt, dass das barfuss Laufen ein komplett anderes Laufen ist!

Mehr zur Barfuss Laufszene, den Vorteilen vom schuhlosen Laufen und den Alternativen zu normalen Schuhen liest du hier im Artikel.

Wer ein wenig im Netz, Buch oder Trail Magazin recherchiert, der merkt sofort, das die Barfuss Laufszene doch sehr groß ist und viele Anhänger hat. Barfuss Laufen liegt schon einige Zeit einfach im Trend und ist für viele mehr als nur einfach ein Hobby. Und das hat gute Gründe, denn das federleichte Laufen fühlt sich weit aus freier an und durch die neu gewonnene Sensibilität entsteht auch eine neue Verbundenheit mit der Umgebung.

Der natürliche Laufstil – Natural Running

Beim sogenannten – Natural Running – dreht sich alles um der natürlichen Bewegungsablauf der eigenen Füße. Denn im Gegensatz zum Gehen wird beim Laufen der Unterschied zwischen Barfuss laufen und dem Tragen von Laufschuhen besonders krass deutlich. Genauso, wie man mit Schuhen richtig Laufen lernen muss, muss man auch ohne Schuhe den neuen Bewegungsablauf verinnerlichen.

Durch die Erhöhung der Ferse im Schuh rollt sich der Fuss beim Laufen von hinten nach vorne ab. Das sparrt nach Meinung einiger “Laufexperten” zwar Energie beim Laufen, tut aber dem Fuss langfristig nicht wirklich gut. Die Muskulatur im Fuss bildet sich ganz klar zurück und der Fuss wird anfälliger für Fehlhaltungen und Dysbalancen.

Das Abrollen von der Ferse auf den Ballen ist von der Natur außerdem auch nicht wirklich vorgesehen. Der Mensch ist so konzipiert ohne Schuhe durch die Welt zu laufen. Die Natur hat es nicht vorgesehen, dass wir unsere Füsse einpacken. Das ist auch der Grund, warum es ein ungewohntes Gefühl ist einmal Barfuss durch den Garten zu laufen. – Die Natürlichkeit geht auf Dauer in Schuhen einfach verloren.

Die Vorteile vom Barfuss Laufen – 5 Vorteile im Überblick

Interessant ist, dass die Auswirkungen auf den Körper sogar eher ganzheitlich sind. Das Barfuss Laufen hat nämlich viele Vorteile, welche wiederum weitere Vorteile für den Körper bringen. Werden die Fussmuskeln langsam an das Thema heran geführt und trainiert, können sich oft auch die Dysbalancen der Muskulatur und Fehlstellungen in den Füssen wieder ausgleichen. Das spürt dann oft auch der Rücken durch eine veränderte und oft natürlichere Haltung. Genauso wirkt sich die neu gewonnene Sensibilität auch auf den Geist aus. Das Feingefühlt hilft mit dem Kopf beim Körper zu bleiben, was der Mittelpunkt der meisten Meditationsformen ist.

1.Das Immunsystem wird gestärkt

Das Immunsystem stärkt sich durch Reize von Außen. Kälte und Wärmereize spielen hier im gesunden Masse eine wichtige Rolle. Sympathikus und Parasympathikus reagieren jeweils auf Wärme und Kälte und motivieren das vegetative Nervensystem. Damit ist natürlich nicht gemeint, den ganzen Tag barfuß im Schnee zu laufen aber ab und an barfuß durch den Garten zu schlendern oder auch mal über den kalten Hausflur zu gehen gibt dem Immunsystem wichtige Reize.

2. Der Tastsinn verbessert sich

Wer zum ersten mal barfuß läuft, der ist oft überwältigt von den Eindrücken, welche die Füße auf einmal aufnehmen. Wir nehmen unsere Umwelt auf einmal wieder mit den Füßen wahr. Das geht in den meisten Schuhen nur sehr schlecht und so gewöhnen wir uns daran, die Welt ohne die Füsse wahrzunehmen.

3. Der Fussmuskel wird gestärkt

Einer der wichtigsten Gründe, warum die meisten Menschen mit dem Barfuss Laufen anfangen ist das Stärken der Fussmuskulatur. Ohne Schuhe muss der Fuss zwangsläufig wieder mehr arbeiten. Das fördert natürlich den Aufbau der Muskulatur im Fuss. Am deutlichsten merkt man das dann wieder im Alltag. Die trainierten Füsse haben wieder weit mehr Ausdauer und so macht einem ein längeres Stehen oder Laufen auch wieder weniger aus. Mehr Ausdauer im Alltag ist also eine der praktischen Folgen

4. Fehlstellungen und Dysbalancen werden positiv beeinflusst

Fehlstellungen der Füsse sind heutzutage eine echte Volkskrankheit. Ob Knick-, Platt-, Senk- oder Spreizfuss, fast jeder hat eine Fehlstellung. Ursache von solchen Fehlstellungen ist oft eine verkümmerte Fussmuskulatur. Schmerzen in den Füssen, die oft auch in den Rücken ausstrahlen sind oft die Folge. Die Leute gehen zum Orthopäden und dieser verschreibt einem Einlagen. Diese entlasten die Füße aber nur zusätzlich und es wird kurzfristig besser. Zwar helfen die Einlagen dem Fuss sich wieder der natürlichen Stellung anzunähern aber ohne ein zusätzliches Training der Fussmuskulatur bleibt dies nur eine symptomatische Behandlung. An der Ursache wird so aber nur passiv gearbeitet

5. Barfusslaufen entspannt

Barfuss zu Laufen hat wie bereits erwähnt auch eine gewisse meditative Wirkung. Mittelpunkt der meisten Meditationen ist das zurück finden in den Körper und das geschieht oft durch gezielte Arbeit mit dem Körper. Bei den Klassikern wie der Atemmeditation wird achtsam geatmet und beim autogenen Training konzentriert man sich sogar auch jedes Körperteil einzel. Man spürt in den Körper rein und nach. Beim Barfuß Laufen erfahren wir die Umwelt wieder mit den Füßen und spüren diese intensiver mit unserem Körper. Wer es nach langen einmal ausprobiert, der weiß was für Eindrücke auf den Fuss einprasseln. So bleiben wir besser in der Gegenwart und in Verbindung mit der Umwelt und weniger im Kopfkino.

Barfussschuhe – Der Handschuh für die Füsse

Eine gute Möglichkeit die Füsse zu trainieren und ihnen den dazu nötigen Freiraum zu geben bieten so genannte Barfussschuhe oder Five Finger Schuhe. Diese Bare Foot Schuhe für Damen und Herren geben dem Läufer ein völlig anderes Laufgefühl. Der größte Unterschied zwischen normalen Schuhen und dem Barfuss-Laufen ist der hohe Absatz der meisten Schuhe zum Boden an der Ferse. Diesen Abstand bei Schuhen nennt man Sprengung. Bei Barfuss Schuhen und den Fivefingers ist die Sprengung so minimal wie möglich, bzw nicht vorhanden. Ausserdem trägt zum barfuss ähnlichen Laufgefühl auch eine hohe Flexibilität der Sohle bei. Damit der Fuss so gut wie möglich in alle Richtungen arbeiten kann, geben hier die verschiedenen Sohlen in alle Richtungen eine wichtige Beweglichkeit. Hier unterscheidet man folgende Möglichkeiten.

Barefoot Gloves

Für den Alltag und als eine gesündere Alternative zu den normalen Schuhen bieten sich die Barefoot Gloves an. Diese bieten wichtigen Schutz vor der Aussenwelt aber imitieren immer noch sehr gut einen schuhlosen Bewegungsablauf.

Barfuss Fitnessschuhe

Beim Sport bietet es sich an auf Schuhe zu verzichten und die Dynamik der Bewegung auch für die Füße zu nutzen. Oft haben diese Schuhe auch einzelne Kammern (Five Finger Schuhe) für die Zehen und eine sehr dünne Sohle. Das gibt dem Fuss maximalen Freiraum aber eignet sich wenig für den Outdoorbereich.

Barfuss Laufschuhe

Anders sieht das bei den Barfuss Laufschuhen aus. Weit aus robuster und mit mehr Profil geben die Schuhe draußen einen besseren Grip und Support für den Fuss. Das Laufen trainiert den Fuss mehr als alles andere. Durch die größere Belastung des Ballens bekommt der Fuss einen besonderen Trainingsreiz. Natürlich sollten solche Schuhe grade am Anfang sehr dosiert getragen werden längere Distanzen oder Laufevents bieten sich für solche Schuhe eher weniger an.

Barfuss Trailrunning Schuhe

Das ultimative Laufgefühl schlechthin ist und bleibt das Trailrunning. Erst abseits der Strecke stellt das Laufen die ultimative Verbindung zur Natur dar. Der wechselnde Untergrund macht das Laufen extrem spannend und schön. Barfuss Trailrunning Schuhe sind hier die Königsdisziplin für die Füsse. Mit solchen Schuhen Offroad zu laufen ist nahezu die purste Möglichkeit laufen zu gehen. gut ausgestattet mit einem Trinkrucksack samt Trinkblase oder Trinkgürtel ist die Freiheit hier nahezu grenzenlos. Die Schuhe bieten durch ein hohes Profil und eine spezielle Gummimischung einen sehr guten Grip und gleichzeitig maximale Beweglichkeit. Wer das Barfusslaufen gewohnt ist und für das Trail wirklich gut trainierte Füße hat, der sollte auf jeden Fall den Brafusslauf mit dem Trail ausprobieren.

Den Fuss langsam an das Barfuss-Laufen gewöhnen!

Gerade wer schon lange nicht mehr barfuss gelaufen ist, sollte sich unbedingt wieder langsam an das neue Laufen herantasten. Wer von heute auch morgen gleich anfängt in den Barfuss Schuhen seine 5 Kilometer-Läufe zu machen, der wird am nächsten Tag merken, dass das ganze den Füßen dann doch etwas zu schnell geht.

  • Die Fussmuskulatur rehabilitieren

Wer selten bis nie Barfuss läuft oder auch selten Laufen geht, der muss sich erst einmal mit dem Gedanken anfreunden, dass die Fussmuskulatur erst einmal wieder aufgebaut werden muss. Hierzu muss der Fuss langsam an das Thema herangeführt und trainiert werden.

  • Gelegenheiten im Alltag nutzen

Gelegenheiten im Alltag zu nutzen ist hier der Schlüssel. Wer hin und wieder die Schuhe weg lässt, der setzt dosiert wichtige Reize für die Fussmuskeln. So hat der Fuss die Motivation sich anzupassen aber auch genug Ruhe die neuen Reize zu verarbeiten.

Wer regelmässig laufen geht, der hat beim Gewöhnen an das Barfuss-Laufen zwar wichtige Vorteile, dennoch sollten Läufer erst einmal kleinere Distanzen von maximal 2 – 3 Kilometern und mit entsprechender Ruhe für die Füße an den nächsten Tagen einplanen.

Die richtige Lauftechnik ist entscheidend- neue Bewegungsabläufe anpassen

  • Das Laufen fängt beim Stehen an

Achte beim Stehen unbedingt darauf, dass du Ballen und Ferse gleichmässig belastest. Wenn du dich hinstellst und die Augen schliesst, wirst du merken, wie instabil der Körper eigentlich auf den nackten Füssen steht und wie die Belastung auf den vier Punkten (beide Ballen und beide Fersen) immer etwas variiert. Dieses Variieren ist ein Zeichen dafür, das deine Füsse hier ohne Schuhe einfach mehr arbeiten müssen und das schon ohne Belastung. Die Balance und gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts ist für einen gesunden Barfuss-Laufstil essentiell.

  • Trainiere dein sensorisches Feedback

Um den Körper gut supporten zu können müssen die Füsse lernen mit den neuen Eindrücken gut und schnell umzugehen. Um das sensorische Feedback der Füsse zu schulen ist eine gewisse Dynamik nötig. Dass muss nicht unbedingt laufen sein. Barfuss Seilspringen gibt den Füssen wichtige Eindrücke und trainiert die Balance. Die Bewegung in die Hocke gibt dem Gehirn wichtigen Input mit Gewichtsverlagerung umzugehen und diese auszugleichen. Einfache Kniebeugen mit einem Sprung sind hier eine idealer Bewegungsablauf um die Sensorik zu schulen.

  • Der Schwerpunkt beim laufen

Das Laufen ist ein komplett anderer Bewegungsablauf als beim Gehen. Während man beim Barfuss-Gehen den Fuss von hinten nach vorne abrollt, “landet” man beim Barfuss-Laufen immer auf dem Fussballen und hier ist auch die Schwerpunkachse des Körpers. Direkt über dem Ballen. Füsse also unter den Körper und nicht davor.

Für wen ist Barfuss Laufen geeignet?

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Barfuss-Laufen für jeden mit gesunden Füssen geeignet ist. Besonders Kinderfüße profitieren vom natürlichen Laufen. Das Laufen ohne Schuhe hilft den Kinderfüssen sich optimal an Belastungen anzupassen. Aufpassen sollten beim Barfuss-Laufen allerdings die Erwachsenen und die Kinder. Besonders ohne Schuhe besteht natürlich auch eine gewisse Verletzungsgefahr grade im Freien. Kinderfüsse sind hier besonders sensibel.

Wer bereits Fehlstellungen am Fuss hat, sollte Rücksprache mit seinem Orthopäden halten und abklären, in wie weit die Füsse belastbar sind und wie eine Therapie in Richtung Stärkung des Fusses aussieht.

Barfusspfade, -Wege und -Parks

Offizielle Barfusswanderwege und Barfusspfade gibt es tatsächlich mehr als man denkt. Diese Wege sind sauber und sehr angenehm für die Füsse. Solche Pfade sind oft auch sehr schön gestaltet und bieten viel Abwechslung für die Füsse. Auf speziellen Sinnespfaden kann sogar barfuß über Hindernisse gelaufen werden.

Fazit

Wem es möglich ist im Alltag auch mal auf die Schuhe zu verzichten, der sollte dies auf jeden Fall nutzen. Langfristig freuen sich die Füsse und man tut sich selber einen großen Gefallen. Der Deutsch Orthopäden Verband empfiehlt 10 – 30% des Tages auf jeden Fall auf Schuhe verzichtet werden sollte. Das ist schon mal ein guter Anfang und schafft einen guten Ausgleich für die Füße.


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